Wasserfall

Ich schwimme gemächlich in meinem Alltag.
Ab und zu fließe ich in eine schnellere oder langsamere Stromschnelle, weiß dabei aber immer, dass ich zu meinem ursprünglichen Rhythmus zurückkehre.
Ich treibe so dahin, bin mit alldem um mir herum total vertraut.
Ich sehe immer, wo ich hingetrieben werde.
Doch auf einmal ist dort nichts mehr.
Kein fester Halt um mich, kein Anhaltspunkt, der mir die weitere Reise verrät.
Da bist nur du, so unbekannt für mich, wie noch nichts zuvor.
Ich spüre, wie ich falle,
weiter und weiter.
Mich erinnert nichts mehr an das, was vorher war.
So plötzlich, wie du auftauchtest,
hast du mich gänzlich vom Denken abgehalten.
Ich lasse alles geschehen,
falle und falle.
Mein ganzer Körper prickelt
und ich fühle mich so frei, wie noch nie.
Ich kann nicht abschätzen, wann der Fall vorbei sein wird.
Ich möchte nur dieses Kribbeln geniessen
und wenn es sowieso ganz anders ist,
als alles, was zuvor war,
könnte es auch sein,
dass dieser Fall ewig dauern wird !

(c) by Jana-Elaine Krause

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