Eine Pfütze für die Seele
Einsam, allein, ausgeschlossen.
Kalt und starr.
Trostlos und rührend - verloren
schimmert eine pfütze in der Landschaft.
Bei dem Anblick bekomme ich Tränen in die Augen.
Ich bin gerührt von dem trostlosen Tropfen,
der sich in seiner Umgebung verliert.
Ohne Scham lasse ich die Tränen über meine Wangen rollen.
Mir scheint es so,
als ob mit jeder Träne meine Seele freier wird.
All die belastenden Gefühle, die mich quälten,
scheinen mich auf einmal zu verlassen.
Die befreienden Perlen rinnen mir nun wie Bäche über das Gesicht.
Dabei weht mir ein eiskalter Wind entgegen.
Ich fühle so viel auf einmal,
so dass ich nicht weiß, wie mir geschieht.
Einsamkeit, Ärger, Frust, Sehnsucht ...
Diese Gefühle kommen hoch und verlassen mich sogleich wieder.
Ich betrachte noch eine Weile ohne jeglich Bewegung die Pfütze.
Die Pfütze, die mich befreite, die meine Seele befreite.
Alle Gefühle haben sich soeben von mir verabschiedet,
alle bis auf das Gefühl der Ruhe,
der Ausgeglichenheit und des inneren Friedens.
Dann hole ich noch einmal tief Luft und wende der Pütze,
die meine Seele befreite, den Rücken zu.
(c) by Jana-Elaine Krause