Nichts

Leere, nichts, nichts bis auf die Verzweiflung darüber, dass mich die Leere - das Nichts ausfüllt.
Ich stehe still, schweige und starre nur vor mich hin. Nichts und niemand scheint mich aus dieser Bewegungslosigkeit befreien zu können.
Ich möchte auch gar nicht befreit werden. Ich will gar nicht, ich habe keinen Willen mehr.
Das Nichts füllt mich aus, läßt keinen Platz für Willen, Denken und Bewegung.
Das Nichts ist nicht wie die Schwärze der Nacht, die mich umhüllt, es ist auch nicht wie das Licht, das mir in den Augen brennt.
Das Nichts ist einfach da.
Es verursacht einen betäubenden Schmerz in der Mitte meines Bauches, es schnürt mir die Luft ab, ganz fest.
Ich bemerke erst gar nicht, wie ich keinen Atem hole, doch dann scheint eine Ewigkeit vergangen zu sein und ich begreife, versuche das Element in mich hinein zu saugen. Es geht nicht, es schmerzt, doch ich will !
Auf einmal strömt die frische Luft in mich hinein und langsam entschwindet das Nichts.

Ich lebe !

(c) by Jana-Elaine Krause

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